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Hochwasserrückhalt bei Oettingen i.Bay. hat Bewährungsprobe bestanden

Bislang schnitt sich der Augraben westlich der Stadt Oettingen i.Bay. gradlinig durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Um einen guten ökologischen Zustand zu erreichen und gleichzeitig die Hochwassersituation zu entschärfen, beschloss die Stadt Oettingen i.Bay., den Augraben auf einer Teilstrecke ökologisch umzubauen und kaufte dafür angrenzende Flächen auf. So stand Björnsen Beratende Ingenieure genügend Raum zur Verfügung, das Gelände großzügig neu zu modellieren:

Über die gesamte Fläche wurde das Gelände abgesenkt, der Augraben wurde aufgeweitet und erhielt einen mäandrierenden, naturnahen Verlauf mit Gumpen und abwechslungsreich strukturieren Hangpartien. Neuanpflanzungen von Hochstauden, Wurzelstöcke, Totholzelemente und Steine runden das natürliche Bild des Bachs ab. Es entstand neuer Retentionsraum mit einem Volumen von 13.000 m³, der durch ein Drosselbauwerk dann geflutet wird, wenn für die Unterlieger Überschwemmungsgefahr besteht. So hilft er dabei, die Stadt vor Hochwasser zu schützen. Nach lang anhaltenden Niederschlägen im Februar dieses Jahres haben die Umbaumaßnahmen und das neue Drosselbauwerk eine erste Bewährungsprobe bereits bestanden.

Durch das Projekt konnte auch die westliche Ortslage aufgewertet werden. Das Gebiet, auf dem sich jetzt der neue Augraben durch das Gelände schlängeln kann, ist zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden.