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Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) beim Erdkabelbau zwischen Legden und Asbeck

Zwischen Dörpen im Emsland und Wesel am Niederrhein entsteht eine der Hauptachsen für den Stromtransport von Nord- nach Süddeutschland. Die 380 kV-Höchstspannungsleitung wird überwiegend als Freileitung und streckenweise als Erdkabel realisiert. Einer der vier Erdkabelabschnitte verläuft zwischen Legden-Süd und Asbeck im westlichen Münsterland. Hier werden auf einer Länge von ca. 2,9 km zwischen den Kabelübergabestationen (KÜS) Legden und KÜS Asbeck Erdkabel mit zwölf Kabelsträngen im Boden verlegt. Die Kabelschutzrohre DN250 verlaufen dabei in zwei getrennten Kabelgräben in ca. 1,80 m Tiefe.

Im Sinne des Baubegleitenden Bodenschutzes gem. DIN 19639 wurde Björnsen Beratende Ingenieure beauftragt, die Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) durchzuführen. Da von den Baumaßnahmen überwiegend landwirtschaftliche Flächen betroffen sind, setzt die Amprion GmbH bereits in der Planung alles daran, die für die landwirtschaftliche Nutzung relevanten Bodenfunktionen nach der Bauphase unverändert zu erhalten. Die BBB fungiert dabei als Hauptkontrollinstrument. Sie berät, empfiehlt, dokumentiert und vermittelt im Konfliktfall.

Während der Bauarbeiten folgt der Umgang mit dem Boden diesem Schema: Im Zuge der Erdarbeiten tragen Bagger zuerst den Oberboden und den Unterboden fachgerecht separat ab. Als Zwischenlager für den Aushub dienen Mieten im Randbereich der Erdkabelbaustelle. Die Kabeltrasse wird als offener Graben bis auf eine Tiefe von ca. zwei Metern ausgehoben. Nach Einbau der Kabelschutzrohre werden Bettungsmaterialien eingebracht und der Graben lagenweise wieder mit dem zwischengelagerten Aushubmaterial verfüllt. Nach Abschluss der Bauarbeiten schließt sich eine Zwischenbewirtschaftung zur Wiederherstellung der Bodenfunktionen an. Danach können die Flächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden.