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Rundum grün: Die Karbonisierungsanlage Darmstadt-Kranichstein

Anfang November 2021 setzte der Darmstädter Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) den ersten Spatenstich für den Bau der neuen Karbonisierungsanlage.

Die neue Zwei-Meiler-Anlage verarbeitet jährlich ca. 4.000 Tonnen Grünschnitt zu hochwertiger Pflanzenkohle. Durch den Wegfall des Kompostierungsprozesses und der Produktion von lagerstabilem Kohlenstoff in Form von Pflanzenkohle verringert sich die jährliche CO2-Belastung der Atmosphäre um rund 2.000 Tonnen. Diese CO2-Einsparung spielt eine wichtige Rolle bei der Einhaltung der Klimaziele der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Die Pflanzenkohle, die hier entsteht, ist ein vielseitig einsetzbares Material, das als Bodenverbesserer, in der Textil- und Lebensmittelindustrie, in der Trink- und Abwasserbehandlung und als Baustoff im Gebäudebau Verwendung findet. Durch ihre poröse Struktur und ihre sehr große innere Oberfläche kann Pflanzenkohle Wasser und Nährstoffe speichern und Schadstoffe binden. Außerdem bleibt rund die Hälfte des Kohlenstoffs aus dem Ausgangsmaterial in ihr langfristig gebunden.

Mit einem Photovoltaik-Dach und dem Strom aus dem Anlagenbetrieb wird der EAD quasi zum Selbstversorger: Die neue Anlage wird mit Strom aus einer Gasturbine betrieben, gespeist aus Gasen des Karbonisierungsprozesses. Die restliche Abwärme aus dieser Stromproduktion reicht aus, um den Grünschnitt vorzutrocknen.

Bei diesem innovativen und rundum grünen Projekt ist Björnsen Beratende Ingenieure Generalplaner für alle ingenieurtechnischen Leistungen rund um die Aufbereitung der Biomasse und ihrer Weiterbehandlung in der Karbonisierungsanlage. Dass die produzierte Pflanzenkohle höchste Qualitätsansprüche erfüllen wird, war unter anderem der Grund für die EAD, unser Ingenieurbüro mit der Planung der geeigneten Karbonisierungstechnologie zu beauftragen. Ziel der EAD ist die Zertifizierung mit dem Europäischen Pflanzenkohle-Zertifikat.

Siehe auch: Newsbeitrag EAD