Neues Regenwasserpumpwerk für das Kreuzviertel in Münster beschlossen
Der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen der Stadt Münster hat den Neubau des Regenwasserpumpwerks zwischen Kanalstraße und Lublinring beschlossen. Mit dem Projekt erweitert zukünftig die Stadt ihre wasserwirtschaftliche Infrastruktur und entlastet das Kanalnetz bei Starkregen.
Schneckenpumpwerk zur Entlastung des Kanalnetzes
Das neue Regenwasserpumpwerk wird als Schneckenpumpwerk ausgeführt und übernimmt künftig die Funktion eines Hochwasserpumpwerks. Herzstück der Anlage sind drei baugleiche Förderschnecken mit einem Durchmesser von jeweils 2,6 Metern. Jede Förderschnecke erreicht eine Förderleistung von 2 Kubikmetern Wasser pro Sekunde. Die Antriebseinheiten mit einer Leistung von jeweils 110 Kilowatt sowie die Niederspannungshauptverteilung werden im Hochbauteil des Pumpwerks untergebracht.
Zum Projekt gehören außerdem eine Trafokompaktstation, eine Netzersatzanlage zur Sicherstellung des Betriebs bei einem Stromausfall sowie eine Photovoltaikanlage zur Deckung eines Teils des Eigenstrombedarfs der Anlage.
Technische Infrastruktur mit architektonischem Anspruch
Neben den technischen Anforderungen wurde auch die äußere Gestaltung des Bauwerks berücksichtigt. Die technische Anlage erhält eine vorgefertigte modulare Holzkonstruktion als Gebäudehülle. Diese umschließt den Baukörper und soll ihn gestalterisch in die Umgebung einfügen.

Für den Bau des Pumpwerks ist ein Investitionsvolumen von rund 5,2 Millionen Euro vorgesehen. Nach einer Anpassung des Zeitplans soll der eigentliche Baubeginn im März 2027 erfolgen. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2029 geplant.
Björnsen bündelt für dieses Projekt die Fachkompetenz seiner Teams aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Ingenieurbau, Technische Ausrüstung und Architektur und stellt die standortübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit der Standorte Münster, Dortmund, Koblenz und München unter Beweis.