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Regenklärbecken Süd-Ost in Ingolstadt

Die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR investieren mit dem Bau des Regenklärbeckens Süd-Ost in großem Maßstab in Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Mit einer Bausumme von 8,5 Mio. Euro und einem Fassungsvermögen von rund 3.500 Kubikmetern ist es das größte Bauprojekt seit ihrem 25-jährigen Bestehen. Zusammen mit der bereits vorhandenen Regenüberlaufschwelle wird das Regenklärbecken Süd-Ost zukünftig die Einträge aus der Mischwasserkanalisation in die Donau bei Starkregenereignissen reduzieren. Mischwasser, das bislang direkt und ungeklärt bei starken Regenfällen in die Donau gelangte, wird dann im Regenklärbecken durch Sedimentation vom groben Schmutz befreit und von dort zum Klärwerk geleitet. Die Abflussleistung zum Klärwerk wird durch zwei Trockenwetterpumpen mit je Qmax. = 120 l/s begrenzt.

Das Regenklärbecken wird unterirdisch als Stahlbetonbauwerk errichtet. Das Becken ist 45 Meter lang und 33 Meter breit und besteht aus drei Kammern. Angrenzend an das Beckenbauwerk wird ein Entleerungspumpwerk mit oberirdischem Zugangsbauwerk angeschlossen. Für den Anschluss des Regenklärbeckens an die vorhandene Mischwasserentlastung und um den zusätzlichen Anschluss aufnehmen zu können, wird auch das vorhandene Trennbauwerk baulich erweitert.

Auch die gesamte Anlagentechnik, bestehend aus drei Pumpen und sechs Schwenkstrahlreinigern, ergänzt durch die gesamte Mess- und Elektrotechnik und der Haustechnik für das Pumpwerk, wurde von Björnsen Beratende Ingenieure geplant.

Für den Bau des Beckens und der Zu- und Ableitungen ist eine wasserdichte Baugrube mit Aushubtiefen von bis zu 11 m erforderlich. Sie wird über rückverankerte bzw. ausgesteifte Bohrpfahlwände und Spundwände gesichert. Die Wasserdichtigkeit und Auftriebssicherheit der Baugrube gewährleistet eine tief liegende Düsenstrahl-Dichtsohle.

Für die gesamte Ausführungsplanung des Bauwerks und für die Planung von Anlagentechnik und Baugrube setzen wir BIM ein. Das 3D-Modell gewährleistet eine lückenlose Bearbeitung und Darstellung aller Planungsschritte. Die integrierte Projektsteuerung und die fachgerechte Herstellung der Bauausführung stellen wir im Zuge unserer Aufgaben der Bauoberleitung und der örtlichen Bauüberwachung sicher.

Die Bauarbeiten wurden im Juli 2021 aufgenommen. Die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.